Narvik trägt im März keine Weltcuprennen aus, Max Franz beendet seine Karriere, Marcel Hirscher verschiebt sein Comeback, und Mikaela Shiffrin plant ihre Saison neu. Valérie Grenier fällt nach einer Knieverletzung für Sölden aus. Der Wochenrückblick vor dem Auftakt am Samstag.

Narvik verzichtet auf die März-Rennen

Das Organisationskomitee im norwegischen Narvik hat am 19. Oktober auf die Weltcuprennen im März 2027 verzichtet. Geplant waren eine Abfahrt und ein Super-G der Damen auf einer neuen Strecke.

Nach Ansicht des Komitees ließe sich die Strecke theoretisch rechtzeitig fertigstellen, testen und homologieren, allerdings nur mit zu großem Risiko. Die FIS teilt diese Einschätzung. Ihr Renndirektor Peter Gerdol sagt, der Weltcup könne sich ein solches Wagnis nicht leisten.

Wer die beiden Rennen übernimmt, steht noch nicht fest. Narvik hält an seinen Plänen für die WM 2029 fest, die dem Ort zugesprochen wurde.

Max Franz sagt Servus

Max Franz hat am 18. Oktober auf Instagram sein Karriereende bekanntgegeben. Der Kärntner ist 37 Jahre alt. „Der Skisport war mein Leben“, schreibt er.

Er gewann drei Weltcuprennen: die Abfahrt in Gröden im Dezember 2016, dann die Abfahrt in Lake Louise und den Super-G in Beaver Creek, im Abstand von einer Woche, Ende 2018. Dazu kommen sieben weitere Podestplätze und WM-Bronze in der Abfahrt 2017 in St. Moritz.

Ein Trainingssturz in Copper Mountain im November 2022 warf ihn lange zurück. Er gab nicht auf. Nun hört er am Vorabend einer neuen Saison auf.

Hirscher muss warten

Marcel Hirscher wird am Sonntag nicht beim Riesentorlauf in Sölden starten. Sein Umfeld gab das am 17. Oktober bekannt. Der achtfache Gesamtweltcupsieger, der inzwischen für die Niederlande fährt, kommt von einem Kreuzbandriss zurück.

Die Fortschritte sind da, doch es fehlen noch Trainingsumfänge, und die Rückstände auf der Piste waren zu groß. Wie jeder Wildcard-Fahrer würde er mit Startnummer 31 starten. Die FIS begrenzt diese Wildcards auf vier pro Disziplin.

Shiffrin setzt auf den Riesentorlauf

Mikaela Shiffrin, für uns E.T., die Außerirdische, startet am Samstag beim Riesentorlauf in Sölden. Die Auftaktslaloms in Levi und Gurgl lässt sie jedoch aus. Dort hat sie zusammen elfmal gewonnen. Die FIS stellte ihr Programm am 19. Oktober vor.

Die erfolgreichste Läuferin der Weltcupgeschichte richtet ihre Saison auf Riesentorlauf und Super-G aus. Nach Sölden stehen Killington und Tremblant auf dem Programm, ab Beaver Creek dann die Speed-Rennen. Im Slalom, in dem sie neun Kristallkugeln gewann, wird sie nur noch selten starten.

In Levi geht das Rentier für die Siegerin diesmal an eine andere.

Valérie Grenier vor Knieoperation

Die Kanadierin Valérie Grenier verpasst den Riesentorlauf in Sölden. Sie zog sich am Samstag, dem 17. Oktober, im Training vor Ort eine Knieverletzung zu. Zwei Tage später machte sie das auf Instagram öffentlich.

Am heutigen Freitag wird sie operiert. Erst der Eingriff werde zeigen, wie schwer der Schaden ist, schrieb sie.

Sölden und Levi vor den ersten Rennen

Am Rettenbachferner fiel diese Woche Neuschnee auf eine fertig präparierte Piste. In Levi regnete es am Donnerstag auf ein einziges Band aus Kunstschnee. Unsere beiden Folgeberichte bringen den aktuellen Stand.

Sölden, Riesentorläufe am 24. und 25. Oktober. Der Countdown

Levi, Slaloms am 14. und 15. November. Levi wartet auf die Kälte