Am Rettenbachgletscher hat die FIS die Piste für den Weltcupauftakt freigegeben, mit Petra Vlhová, die dort ihr Weltcup-Comeback gibt, und erstmals mit gewogenen Ski. Aleksander Aamodt Kilde dagegen hat sich zehn Tage vor dem Saisonbeginn in Chile die Achillessehne gerissen.
Athleten
Aleksander Aamodt Kilde reißt sich die Achillessehne
Aleksander Aamodt KildeNOR hat sich am Mittwoch, 14. Oktober, bei einem Sturz im Abfahrtstraining in Chile die Achillessehne gerissen. Das gab der norwegische Skiverband tags darauf bekannt. Der Norweger reist nach Innsbruck, wo sein Ärzteteam weitere Untersuchungen vornimmt und über die Behandlung entscheidet. Eine Prognose zur Rückkehr gibt es nicht, weitere Informationen sollen folgen (Norges Skiforbund).
Für den Gesamtweltcupsieger von 2020 ist es der nächste Rückschlag, nach der langen Pause infolge seines Sturzes in Wengen im Januar 2024.
Petra Vlhová kehrt in Sölden in den Weltcup zurück
© Elias Koli / @worldcuplevi
Petra VlhováSVK gibt ihr Weltcup-Comeback beim Riesentorlauf in Sölden am 24. Oktober. Das kündigte die Slowakin am 9. Oktober bei einer Pressekonferenz an. In diesem Winter will sie Slalom und Riesentorlauf fahren (Ski Racing Media).
Ihr letztes Weltcuprennen bestritt sie im Januar 2024 in Jasná, wo sie sich schwer am Knie verletzte. Bei den Spielen von Mailand-Cortina kehrte sie in den Wettkampf zurück und wurde im Slalom 20. Seit Mai arbeitet sie mit dem Österreicher Mario Rafetzeder (TASR). Am 10. Oktober enthüllte ihre Heimatstadt Liptovský Mikuláš eine Skulptur, die sie mit zwei Olympiasiegern im Kanuslalom zeigt, Michal Martikán und Elena Kaliská.
Reglement und Material
Die Ski kommen auf die Waage
Erstmals legt die FIS ein Höchstgewicht für Rennski fest. Ihre am 8. Oktober veröffentlichten Materialbestimmungen für die Saison 2027 gelten ab Sölden. Die Grenze betrifft jeden montierten Ski, also Ski, Platte und Bindung. Sie reicht von 4,5 kg im Damen-Slalom bis 5,3 kg in der Herren-Abfahrt. In diesem Winter gilt in Abfahrt und Super-G eine Toleranz von 300 g (FIS).
Die FIS begründet die Regel mit der Sicherheit, doch sie spaltet den Weltcup. Laut Blick verweist Rossignol-Rennchef Stéphane Mougin darauf, dass keine Studie die Maßnahme stützt; die Gewichtsverteilung sei wichtiger. Atomic-Rennchef Christian Höflehner befürchtet weitere Senkungen. Ski von Stöckli, Head und Rossignol lagen bereits innerhalb der Grenzen, Atomic und Salomon mussten einige Modelle anpassen (blue News). Die US-Amerikanerin Breezy JohnsonUSA, über 80 kg schwer, braucht nach eigenen Worten schwerere Ski für die Stabilität. Vor allem stört sie der Geist einer Regel, die aus ihrer Sicht nur ein oder zwei Athletinnen trifft (Ski Racing Media).
Schauplätze und Kalender
Freigabe für den Rettenbachgletscher
Die Schneekontrolle am 15. Oktober fiel positiv aus, die FIS hat die beiden Riesentorläufe zum Auftakt freigegeben. Die Damen fahren am Samstag, 24. Oktober, die Herren am Sonntag, 25. Oktober, jeweils mit Durchgängen um 10 und 13 Uhr. FIS-Renndirektor Janez Hladnik lobte die Arbeit des Teams um Pistenchef Isidor Grüner. Bis zum Auftakt sei noch einiges zu tun, einem guten Start stehe aber nichts im Weg (ORF).
Neu im Zielraum ist der Rennleiter: Der frühere ÖSV-Abfahrer Florian Scheiber, 39, übernimmt in Sölden erstmals diese Aufgabe. Sein bestes Weltcupergebnis war Rang vier in der Abfahrt von Beaver Creek 2012 (ORF).
Verbände
Italiens Wintersportverband ohne Präsidenten
Der italienische Wintersportverband FISI hat am 10. Oktober in Verona keinen Präsidenten gewählt. Flavio Roda, seit 2012 im Amt, erhielt 57,88 Prozent der Stimmen. Für eine vierte Amtszeit hätte er eine Zweidrittelmehrheit gebraucht. Herausforderer Antonio Noris kam auf 35,97 Prozent. Binnen 90 Tagen muss neu gewählt werden, ohne Roda, der nicht mehr antreten darf. Einen Rücktritt bis dahin schließt er nicht aus; dann würde ein kommissarischer Verwalter den Verband führen (La Nuova Venezia, Neveitalia).
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